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Künstlerisches Arbeiten

Das künstlerische Arbeiten von Maren Vahrenhorst widmet sich zwei Schwerpunktthemen, mit denen sie sich seit 1998 auseinandersetzt. Das eine sind Menschen – von der klassischen Aktzeichnung bis zu verdrehten Menschenleibern auf großformatiger Malerei hat sie sich diesem Thema in vielfacher Weise genähert.

Ein zweiter Schwerpunkt sind die Themen Stadt, Architektur und Landschaft. Seit 1999 beschäftigt sich Maren Vahrenhorst mit diesen Themen, von denen viele Werke auf ihren Reisen entstanden sind. So erzählen die Arbeiten u. a. Geschichten aus Italien und Spanien, Lettland, Argentinien, Südafrika, Indonesien, Indien und Thailand.

In ihren Arbeiten hat sich Maren Vahrenhorst ihrem Thema auf unterschiedliche Weise genähert. So lassen sich das künstlerische Werk technisch in vier Gruppen teilen: Neben Fotografie, teils experimenteller Fotografie, reinen Bleistiftzeichnungen und auf Leinwand gemalten Acrylbildern arbeitet sie schwerpunktmäßig in einer im Laufe der Jahre erarbeiteten prozesshaften Zeichentechnik, die ganz darauf angelegt ist, die Unmittelbarkeit des persönlichen Eindrucks der örtlichen Gegebenheiten festzuhalten. Dabei lagerz sie Farbschichten über einander, setzt eine Linie hinein, malt darüber, wischt Teile wieder weg oder reibt sie mit dem Pinsel geradezu in den Malgrund ein, bis das Ergebnis stimmig ist. In dieser Weise hat sie eine Vielzahl der Arbeiten in der Landschaft, im Cafe oder auf einer Bank sitzend mit dem Malbrett auf dem Schoß direkt zu Papier gebracht.

„Mir geht es nicht um die Genauigkeit des abgebildeten Gegenstands, sondern vielmehr um die Auseinandersetzung mit dem visuell Wahrgenommenen, der Stimmung des Ortes in Verbindung mit den Möglichkeiten des Malmaterials, durch die ich das Gesehene und Gefühlte in eine malerische Form bringe. Auf einer Fotovorlage würde zu viel von der Atmosphäre des Ortes mit seinem Licht, seiner Stimmung, ja letztlich auch den Gerüchen und Geräuschen verloren gehen.“

Zeichnerisch interessieren Maren Vahrenhorst besonders das Zusammenspiel von Farbfläche und Linie. Je nach Motiv dominiert mal das eine, mal das andere. Durch den Einsatz von Acryl wirken einige Flächen geradezu reliefartig, andere bleiben durch den Einsatz von Aquarelltechnik ganz flächig und zurückgenommen. Dabei bevorzugt sie eine bestimmte Farbpalette: Ocker, Umbra, Braun- und Orangetöne spielen eine vorrangige Rolle, begleitet vom Grün und gelegentlichem Blau-Schwarz. Auffallen werden besonders die neuerdings hinzugekommenen signalhaften Pink- und Cyantöne, die u. a. auf Arbeiten aus der Thailand-Reihe zu sehen sind.